Chuco
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| Name: | Chuco | Neu eingestellt am: | 01.02.2009 |
| Alter: | ca. 3-4 Jahre | Aufenthaltsort: | Düsseldorf |
| Rasse: | Mischling | Pflegestelle gesucht: | nein |
| Größe | ca. 40 cm | Paten gesucht: | ja |
| kastriert: | ja | Mittelmeercheck: | Leishmaniose, Ehrlichiose = negativ |
Chuco lebte bei einem mallorqinischen Ehepaar, sehr tierliebe und nette Leute.
Bekannte von ihnen haben über Weihnachten ihren Hund zur Urlaubspflege bei Heidi
abgegeben, dadurch entstand der Kontakt.
Chucos Herrchen hatte über Monate Ärger mit den Nachbarn, weil Chuco leider 2 Schafe angefallen hat und die Nachbarn bestanden auf die Abgabe des Hundes, ansonsten drohten sie mit Erschießung. Der Besitzer hatte nun zuviel Angst um Chuco und hat ihn Heidi gebracht in der Hoffnung auf schönes Zuhause für seinen Liebling, den er unter Tränen zurück gelassen hat - jedoch mit dem Wissen, dass es keine andere Möglichkeit für Chuco gab.
Chuco war sehr traurig in den ersten Tagen und vermisste sein Herrchen sehr. Außerdem war er ängstlich wegen den vielen fremden Hunden Menschen... Nun wird er langsam zutraulicher, bellt aber noch vor Angst, wenn Heidi ihn streicheln will.
Chuco wünschen wir bald eine Familie, die weiß dass er etwas Eingewöhnungszeit braucht. Der niedliche Rüde kennt nicht viel von der Welt, alles ist für ihn neu, weil er vorher nur auf einer ländlichen Finca gelebt hat.
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Update 13.02.09:
Chuco hat sich schon gut eingelebt, hält sich allerdings immer etwas abseits an den ruhigen Orten auf dem Fincagelände auf. Meistens findet man ihn im Eingangsbereich, wo er gemütlich in einem Körbchen vor sich hin döst oder auf dem Hundebett, wenn es nicht allzu bevölkert ist. Chuco ist ein ganz süßes Kerlchen, zeigt hier und da noch Unsicherheiten, vor allem wenn fremde Menschen zu Besuch sind. Aber er lässt sich problemlos streicheln und nach anfänglicher Skepsis genießt er diese Art von Zuwendung auch sehr.
Ein ruhiger Platz als Einzel- oder Zweithund wäre für Chuco sicherlich passend. In seiner Familie sollten keine kleinen Kinder mehr leben, weil er sich schnell verunsichern lässt, teilweise auch durch hastige Bewegungen. Chuco ist kein Hund für das große Rudel, dort geht er einfach unter. Er hat ganz goldige braune Knopfaugen, die immer ein wenig traurig aussehen. Vielleicht verschwindet dieser Blick irgendwann, wenn er wieder eine eigene Familie hat...
Chuco konnte im Juni nach Deutschland fliegen und wartet jetzt in seiner Pflegestelle in Düsseldorf auf eine Familie für immer.
Pflegestellenbericht vom 09. Juli 09:
Chuco ist der wahrscheinlich liebste und pflegeleichteste Hund, den wir kennen
gelernt haben!
- Er ist stubenrein.
- Er ist unternehmungsfreudig:
Am liebsten wäre er überall dabei und blüht total auf, wenn er merkt, er darf
mit! Auto und Bahn fahren findet er total spannend. Sogar in das ein oder andere
Geschäft kann man mit ihm gehen. Wenn um ihn herum allerdings zu viel Hektik
aufkommt wird er hibbelig und man merkt ihm deutlich an, dass er sich unwohl
fühlt.
- Er kann alleine bleiben:
Da Chuco sich in der Wohnung recht ruhig verhält und stubenrein ist, kann er
momentan stundenweise alleine bleiben. Ich sage ihm immer, dass er warten soll,
dann geht er auf sein Kissen zurück und wartet brav, bis ich wieder da bin. Wir
gehen aber davon aus, dass er locker auch ein wenig länger alleine auskommt,
wenn er erst einmal dran gewöhnt ist. Schlafen ist neben Fressen nämlich sein
zweitliebstes Hobby.
- Er ist gelehrig und folgsam:
In zwei Wochen in Deutschland hat er bereits neben ein paar Grundkommandos auch
kleine Tricks gelernt. Allerdings zeigt sich ein kleiner (derzeit?) zu
unterbindender Jagdtrieb, denn er steht total auf die Wildkaninchen. Schafe fand
er bisher auch ganz interessant und findet es klasse, wenn sie vor ihm weglaufen
(Guck mal, was für ein großer starker Hund ich bin! Bin ich nicht toll? Ich
bringe Tiere die größer sind als ich dazu vor mir weg zu laufen! Wuff! Siehst
Du? Wuff!), aber Kaninchen bevorzugt er definitiv. Andere Hunde hingegen
beschnüffelt er lediglich und trabt dann hochnäsig weiter. Nachlaufen wird
ignoriert und beharrliche Aufdringlichkeit mit Knurren bestraft, wenn er sich
eingeengt fühlt. Sein Gehorsam ist inzwischen so gut, dass wir momentan quasi
pro forma mit der Schleppleine umherlaufen. Pro forma, weil er uns sowieso fast
nicht von der Seite weicht – außer halt ein Kaninchen hoppelt vor ihm weg, dann
hört er nur widerwillig… In der Stadt lernt er derzeit die Straße ohne „Komm!“
nicht zu überqueren, sondern an der Kante zu warten. Wenn er doch mal drüber
laufen will, reicht ein deutliches „Halt!“ und er bleibt stehen.
- Er liebt Menschen:
Am liebsten mag er seinen Futtergeber und Gassigeher! Wenn er oder sie dann auch
noch Öhrchen, Hals und Rücken kraulen kann, ist Chuco quasi verliebt. Frauen
bevorzugt er dabei, denn bei denen kommt er mit seinen braunen Kulleraugen auch
am besten an. Kinder findet er interessant und tritt ihnen neugierig, freudig
und ohne Angst entgegen. Genaueres können wir leider noch nicht sagen, außer,
dass selbst größere Gruppen von lauten und zappelnden Kindern ihn nicht aus dem
Konzept bringen. Im spielerischen Umgang mit seinen Futtergebern lässt er
Einiges zu (Hochheben, Futter/Kauknochen wegnehmen, Raufen) und traut der Sache
noch nicht so ganz, aber ebenso wie die Angst vor hektischen Bewegungen nimmt
auch die Schüchternheit und das Misstrauen von Tag zu Tag ab.
- Er ist sportlich:
Sein schneller Schritt lässt es erahnen: Chucos Lieblingsgeschwindigkeit ist
Laufen und Rennen! Wir arbeiten allerdings noch an der Kondition…. Am Fahrrad
und auf Skates konnten wir noch nicht üben und wollen damit auch noch ein wenig
warten, bis er uns nicht mehr vor die Füße läuft, weil er das Angeleintsein noch
nicht gewöhnt ist.
- „Macken“:
Er bettelt wie ein Wilder, bis man es ihm deutlichst verbietet. Deutlichst
deshalb, weil er alles andere nicht ganz so ernst nimmt. Der Feinschmecker in
ihm ist stärker. Nicht nur deswegen braucht er eine konsequente Hand, die nicht
bei seinen Kulleraugen schwach wird, sondern ihm klare Grenzen setzt und ihm mit
Liebe Beständigkeit bieten kann. Der Vorteil an der Sache ist: Für Futter macht
Chuco so Einiges: Pfötchen, Sitz, Platz, Männchen, High Five usw.
Permanent findet ihn in der Öffentlichkeit jemand süß und versucht ihm Futter
zuzustecken, ihn zu locken oder sonst wie seine Aufmerksamkeit zu erregen. Dafür
kann allerdings der süße Chuco nichts und zu 90% lassen ihn die Avancen kalt
(außer es gibt Futter, dann muss man aufpassen!).
Er kommt nur bedingt mit anderen Hunden aus. Große und vor allem fordernde und
aufdringliche Hunde machen ihm Angst. Mit kleineren und zurückhaltenderen Hunden
könnte er aber u.U. leben.
Und obwohl er ein cooler Hund ist (fehlt nur die Sonnenbrille…), zuckt er
bisweilen immer noch regelmäßig zusammen, wenn sich bspw. ein Fuß zu schnell
nähert oder wenn man sich über ihn beugt. Auch wenn er schläft und man sich
ruckartig bewegt oder ein lautes Geräusch entsteht, erschreckt er sich ab und zu
noch. Mit zunehmender Sicherheit legt sich das aber bestimmt auch, denn als er
zu uns kam, wollte er uns nicht mal an sein Halsband, geschweige denn sich
hochheben lassen. Beides ist inzwischen akzeptiert und machbar und die
Schreckhaftigkeit lässt stetig nach.
Alles in Allem ist Chuco ein liebenswerter Schatz, der ein neues zu Hause sucht,
das er von Herzen lieben darf, wo sich liebevoll aber mit Kontinuität um ihn
gekümmert wird. Er wird es danken, denn die Liebe und das Vertrauen, das man ihm
schenkt, bekommt man zigfach zurück!
August 2009: Chuco ist vermittelt.