Fuchur

 

 

 

Name: Fuego, Fuchur, Feivel und Fergie Neu eingestellt am: 22.06.2009
Alter: geb. Februar 2009 Aufenthaltsort: Mallorca, St. Lorenc / Berlin
Rasse: Pastor Mallorquin-Mix Pflegestelle gesucht: ja
Größe groß Paten gesucht: ja

Hallo, wir möchten uns auch gerne vorstellen. Wir sind die lustigen F-Welpen und sind im Mai in die Welpenstation auf Mallorca gezogen. Ursprünglich waren wir drei Jungs und zwei Mädels, aber unsere Schwester hat bereits ein Zuhause auf der Insel gefunden. Somit ist Fergie sozusagen nun die "Henne im Korb" ;-)

Wir sind einfach tolle Welpen und werden unseren späteren Familien, die wir hoffentlich bald bekommen, ganz bestimmt sehr viel Freude bereiten.

Bitte bedenkt jedoch, dass wir noch alles lernen müssen und viel Beschäftigung und Zuwendung benötigen.

Fergie und zwei ihrer Brüder können ab dem 1. Juli in ihrer Pflegestelle in Berlin besucht werden.

Am 29. Juni konnten Feivel, Fuchur und Fergie nach Deutschland reisen. Die drei Geschwister warten nun in ihrer Pflegestelle in Berlin auf Besucher. Fuego hat ein Zuhause auf Mallorca gefunden.

Pflegestellenbericht vom 13. Juli 2009:

Die Geschwister sind katzen- und pferdeverträglich, gehen schon sehr schön an der Leine und sind fast stubenrein. Auch durchschlafen tun sie bereits, so dass man sie nur noch tagsüber dabei unterstützen muss, ihre Stubenreinheit nicht doch ab und an zu vergessen. Auf Ihrer Pflegestelle leben sie außerdem mit Hunden beiderlei Geschlechts zusammen, was in diesem Alter natürlich überhaupt kein Problem darstellt. Bei Fremden sind die Drei rassebedingt etwas zurückhaltend, das legt sich aber sehr schnell, dann zeigen sie ihr freundliches Wesen, dieses Verhalten sollte auch gefördert werden. Momentan gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Rasselbande Schlafen, Fressen und Wachsen, aber gerade in dieser Lebensphase sollten sie so viele positive Erfahrungen wir möglich machen, deshalb müssen sie gerade jetzt viel erleben. Aktive Menschen mit viel Platz, Hundeverstand und Zeit sind gefragt, dafür bekommt man absolut loyale Begleiter, die für ihre Familie durchs Feuer gehen würden.

Fuchur:
Bei diesem jungen Rüden ist der Name Programm, wer diesem tollpatschigen und gemütlichen Hund ein Zuhause geben möchte, bekommt einen sehr treuen Gefährten. Aber auch trotz seiner Behäbigkeit wird Fuchur durchaus ein Rüde sein, der seine Familie zu beschützen wissen wird. Aus diesem Riesenbaby wird ein ausgesprochen großer Hund werden, der dann natürlich sowohl genügend Platz, als auch eine Aufgabe benötigt. Für alle Geschwister würde ich einen Hof oder zumindest ein Zuhause in ländlicher Umgebung empfehlen, bei diesem stattlichen Junghund wäre es aber eventuell sogar Bedingung.

Update September 2009:

Fuchur ist ein großes, liebes Riesenbaby, der jeden sofort mit seinen Rehaugen verzaubert. Diese Augen sind es aber auch, die dich anblicken, wenn er mal wieder Schmerzen hat... Manchmal reicht es schon, dass er nur versucht, aufzustehen. Oder sie zeigen sie sich in Form von Humpeln, wenn er gerade versucht, mit seinen Geschwistern mitzuhalten.

Fuchur ist erst 7 Monate alt und bewegt sich schon jetzt wie ein älterer Hund, der Kleine leidet an einer schweren HD, die ihm schon jetzt große Probleme bereitet. Oft bleibt er einfach nur stehen, hebt seine Pfote und wartet, dass man ihn abholt, weil er nicht mehr laufen mag. Es kommt aber auch vor, dass er herzzerreißend fiept, wenn man nur an seine Hüfte kommt. So oder so ist es kein Leben, das man einem jungen Hund wünscht, der eigentlich noch sein ganzes Leben vor sich hat. Jetzt ist eigentlich die Zeit, in der Fuchur viele schöne Dinge erleben, viele Hundekontakte haben sollte, die nicht aufgrund von Schmerzen abgebrochen werden müssen. Er hätte es verdient, durch das bald fallende Herbstlaub zu toben und voller Neugierde den ersten Schnee seines Lebens zu entdecken. Mit einer aufwendigen und leider auch teuren Operation besteht die Chance, dass Fuchur all dies ohne Schmerze erleben darf.

Vielleicht würde er es aber noch ein paar Wochen aushalten, ein paar Monate sogar, da er nicht sehr weinerlich ist. Doch darf man das diesem lieben Hund antun?! Und bei seiner zu erwartenden Größe und dem dazu gehörigen Gewicht, kann man nicht mehr länger warten, bevor Fuchur geholfen wird. Wir haben uns entschieden, Fuchur baldmöglichst operieren zu lassen. Deshalb bitten wir Sie, uns zu unterstützen, damit wir Fuchurs dringend benötigte Operation bezahlen können.

Es werden mindestens Kosten in Höhe von € 900,- für die Operation anfallen und dann kommt noch die medizinische Nachbetreuung hinzu. Wir sind dankbar für jeden gespendeten Euro auf unser Konto:

Herztier e.V.
Sparkasse Duisburg
Kto.-Nr. 200 037 232
BLZ 350 500 00

Allen Menschen, die Fuchur helfen, danken wir schon jetzt von Herzen! Natürlich werden wir weiterhin über seinen Zustand und den Verlauf nach der Operation berichten. Wir hoffen auch, dass Fuchur bald ein passendes Zuhause findet und seine Hundejugend dort geheilt in vollen Zügen genießen kann.

Oktober 2009:

Fuchur hat seine Operation gut überstanden. Er ist natürlich noch immer mein kleines Sorgenkind, obwohl er sich wirklich prima macht. Die große Operation ist inzwischen 5 Wochen her und Fuchur würde schon gerne wieder rennen, als sei nie etwas gewesen. Aber bis zum 03. November wird er sich noch mit Leinenzwang und meiner Reglementierung bezüglich seines Spieltriebes arrangieren müssen, dann ist der nächste Kontrolltermin fällig. Generell kann man aber sagen, dass er diese Zeit super lieb und genügsam meistert. Natürlich gibt es auch negative Auswirkungen, da Fuchur die letzten Wochen kaum Kontakt mit anderen Hunden hatte, reagiert er diesen gegenüber manchmal unsicher. Dies könnte auch mit den Schmerzen in Verbindung stehen, denen er womöglich bei Begegnungen mit anderen Hunden vor seiner OP ausgesetzt gewesen ist. Deshalb wäre es für Fuchur gut, wenn er zu hundeerfahrenen Besitzern käme, die ihm die Sicherheit vermitteln, die er benötigt. Generell ist Fuchur aber absolut verträglich mit allen 4-beinern, daher dürfte das Training kein Problem darstellen. Unser Riesenbaby ist momentan noch sehr liebebedürftig, außerdem hat er sich die letzte Zeit auch an seine Sonderbehandlung gewöhnt. Aber wenn er wieder komplett genesen ist, wird er ein sehr großer und kräftiger Rüde sein, der gut geführt werden möchte.

Außerdem danken wir herzlich Kerstin Kneip, Liane Seidel sowie Iris und Jürgen Fehland für die Spenden! Somit sind bisher 60 Euro der OP-Kosten abgedeckt.

Update Ende Oktober:

Fuchur steht inzwischen vor seiner dritten Nachsorgeuntersuchung, diese erwarten wir schon mit Spannung. Leider sind die tollen Fortschritte, die er zu Beginn gemacht hatte, nun nicht mehr ganz so offensichtlich. Aber natürlich hoffe ich, dass dies ganz normal ist und die Heilung in diesem Stadium einfach nicht mehr ganz so schnell voranschreitet.

Aber fangen wir von vorne an, das erste Mal ist unser Patient gleich ein paar Tage nach der OP zur Begutachtung der Wundheilung beim behandelten Tierarzt vorgestellt worden. Dieser war sehr zufrieden, nichts hatte sich entzündet und Fuchur hat damit schön mitgeholfen, dass er nicht an die Nähte gegangen ist. Dennoch haben sich die ersten Tage relativ schwierig gestaltet, Fuchur hat viel gewimmert, wusste nie, wie er sich schmerzfrei hinlegen konnte und ist sehr anhänglich gewesen. Am Schlimmsten war, dass ich ihm kaum helfen konnte. Aber wir haben ihn damit unterstützt, dass er sämtliche Treppen getragen worden ist und die meiste Zeit auf der Couch liegen durfte, denn dort hatte er alle anderen Hunde im Blick und konnte am täglichen Geschehen teilhaben, ohne dabei in die „Schusslinie“ seiner spielenden Kumpels zu geraten.

Die erste Woche ist kaum eine Verbesserung dieses Zustandes zu verzeichnen gewesen, aber bei solch einem großen Eingriff, konnte man das ja auch kaum erwarten. Immerhin hat Fuchur draußen bei den kurzen Spaziergängen ganz tapfer einen Fuß vor den anderen gesetzt, obwohl man ihm angemerkt hat, wie schwierig ihm das Laufen fiel. Nach ca. 10 Tagen hatte er dann aber die Kontrolle über sein rechtes Bein wiedererlangt, das Stehen und Laufen klappte nun wieder recht gut. Danach ging es eigentlich immer schneller aufwärts, Schmerztabletten benötigte er nun nur noch nachts und auch sonst merkte man, dass er wieder mehr Lebensmut entwickelte. In den folgenden Tagen und Wochen konnte ich dann fast täglich Verbesserungen im Bewegungsablauf feststellen und auch Fuchur selbst, hat sich immer mehr zugetraut

4 Wochen nach der Operation waren wir dann nochmals bei dem operierenden Chirurgen, der diesmal die Funktion der Gelenke überprüft hat. Auch an jenem Tag war er mit den Fortschritten unseres Sorgenkindes zufrieden. Zwischenzeitlich lief Fuchur auch wieder Treppen, natürlich aber immer an der Leine. Auch beim Spaziergang oder im „Freilauf“ auf unserem Grundstück, darf er leider nicht abgeleint werden. Aber er nimmt das ganz tapfer, auch wenn man merkt, dass er so gerne schon wieder ein wenig Spielen und Toben würde. So langsam wächst nun auch das Fell an seiner rechten Seite nach, jetzt sieht er nicht mehr ganz so schlimm aus. Das Kratzen allerdings, funktioniert überhaupt noch nicht, was bei dem nachwachsenden Fell bestimmt besonders unschön ist. Deshalb übernehme ich das für unseren Schatz. Mit dem rechten Bein hat er nämlich noch nicht genügend Kontrolle über seine Muskeln und Nerven und sich mit dem linken Bein zu Kratzen klappt deshalb nicht, da er einfach nicht genügend Kraft im rechten Bein hat, um sein Gewicht darauf zu halten. Jedenfalls nimmt es Fuchur jedes Mal dankend an, wenn man in an seiner rechten Seite kratzt, mehr, wie mit dem Bein mitzuwackeln, schafft er aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Und das ist es auch, was mir ein wenig Sorgen macht. Aber am kommenden Montag wissen wir mehr!

Bei dem anstehenden, dritten Kontrollbesuch, wird Fuchur in Narkose gelegt werden, um die Heilung mittels Röntgenkontrolle genau zu überprüfen. Hierbei wird die Hüfte in Überstreckung begutachtet und dies geht natürlich nur in narkotisiertem Zustand. Was mir natürlich sehr leid tut, da er Besuche beim Tierarzt nun nicht mehr ganz so gerne über sich ergehen lässt. Denn natürlich kann ein Hund nicht verstehen, weshalb ihm auf einmal alles so wehtut, er so viele Wunden hat (für diese OP waren drei große Schnitte notwendig) und ihm sein Bein nicht mehr gehorcht.

Spezielles Training in Form von Physiotherapie machen wir (momentan) nicht, vielleicht wird es aber in Zukunft notwendig sein, auch das werden wir nächste Woche erfahren. Dafür steht aber täglich Muskelaufbau in Form von Laufarbeit auf dem Programm. Natürlich darf der Große noch nicht frei laufen, stattdessen sorge ich aber für eine regelmäßige Bewegung von Fuchur, um den Muskelaufbau und die Nerven anzuregen.

Fuchur wird aller Voraussicht nach, unter Vorbehalt des Termin am 03. November, ein normales Leben führen können, schmerzfrei mit anderen Hunden toben, seine Familie auf Trab halten und viele schöne Dinge erleben können. Allerdings wird es auch einige Einschränkungen geben, für sportliche Betätigungen mit ruckartigen Bewegungen ist er sicherlich nicht geeignet, auch kann es durchaus sein, dass er später mit Arthrose zu kämpfen hat. Aber dies liegt hoffentlich noch in weiter Zukunft, jetzt muss unser Riesenbaby erstmal erwachsen werden.

Durch technische Schwierigkeiten ist es leider zurzeit nicht möglich, Fotos von Fuchur machen.

Update November:

Die Nachuntersuchung ist gut gelaufen und die OP hatte 100% Erfolg. Fuchur darf jetzt wieder laufen und spielen und muss Muskulatur aufbauen. Die schlechte Nachricht ist leider, dass die andere Seite wohl auch irgendwann gemacht werden müsste. Noch ist das allerdings nicht anzuraten. Er kann zurzeit noch ohne Schmerzen laufen.

März 2010: Wir sind überglücklich, denn Fuchur darf zusammen mit seinem Bruder Feivel für immer bei seiner Pflegefamilie bleiben.

 

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