Luke


| Name: | Luke | Neu eingestellt am: | 02.05.2008 |
| Alter: | ca. 2 Jahre | Aufenthaltsort: | Chemnitz |
| Rasse: | Mischling | Pflegestelle gesucht: | nein |
| Größe | ca. 35 cm | Paten gesucht: | ja |
| kastriert: | ja | Mittelmeercheck: | Leishmaniose grenzwertig, Ehrlichiose wurde behandelt |
Wir danken
Lukes Patin
für die Unterstützung!
- Regina Ruckdeschel für die Übernahme einer Tierpatenschaft.
Lukes Geschichte ist eine traurige, denn eigentlich hat er gar kein Leben… Er wurde vor einigen Monaten von einem tierlieben Mallorquiner aufgenommen, damit sein Vorbesitzer ihn nicht in die Tötungsstation geben konnte. Luke war schon damals völlig verstört und ängstlich. Was ihm zugestoßen ist und wie schlimm seine Erfahrungen mit Menschen waren, können wir nur vermuten, denn leider haben wir keine Informationen über den Vorbesitzer erhalten.
Luke lebte dann einige Monate zusammen mit zwei weiteren kleinen Rüden in einem großen Gehege auf der Finca des tierlieben Mannes. Dieser jedoch hat nun seine Finca verkauft und die Hunde mussten weg. Natürlich wollte er sie auch jetzt nicht in eine Perrera bringen und stand hilfesuchend im Januar 2008 vor Heidis Finca. Heidi sah sich die Hunde an und alle drei konnten bei ihr einziehen. Die beiden anderen Rüden haben bereits ein tolles Zuhause in Deutschland gefunden, aber von Luke war es lange noch nicht einmal möglich, Fotos zu machen.
Sein Einzug bei Heidi muss für ihn die Hölle gewesen sein. Raus aus seinem Gehege, rein ins Auto, an der Leine zog sein Pflegeherrchen ihn hinter sich her, bis er in seinen Zwinger konnte. An ein Leben im Rudel auf der Finca ist bei Luke bisher nicht zu denken - er würde sich auf dem riesigen Grundstück verstecken und vermutlich aus Angst verhungern. Deswegen lebte Luke im Zwinger, auch dort verkroch er sich jedoch sofort in seine Hütte, sobald ein Mensch in die Nähe kommt…
Luke besteht wirklich nur aus Angst - wenn man in seine weit aufgerissenen und starren Augen blickt, schießen einem schnell die Tränen in die Augen… Wir würden ihm so gerne verständlich machen, dass er nun keine Angst mehr haben muss, dass seine schlimmen Erfahrungen sich nicht wiederholen und dass nun endlich alles gut wird.
Wir wussten einfach nichts über diesen Hund und da er nicht aus seiner Hundehütte heraus kam, war es nie möglich, Fotos von ihm zu machen oder ihn zu impfen. Niemand hat sich getraut, in die Hütte zu kriechen und einen Hund voller Panik vor Menschen dort herauszuholen. Im April haben wir es gewagt. Unsere Helferin Marion bot sich an und kroch zu Luke in die Hütte. Ganz langsam bewegte sie sich fort, wohl wissend, dass Luke in der nächsten Sekunde voller Panik zubeißen könnte - aber das ist nicht passiert. Er saß nur da - in der hintersten Ecke, völlig zusammengekauert und riss seine großen Augen voller Angst auf. Marion konnte ihn aus seiner Hütte nehmen, ohne dass er sich gewehrt hat. Dann lag sie lange neben Luke auf dem Boden und konnte ihn streicheln. Luke hat alles über sich ergehen lassen, ohne auch nur den Ansatz von Bösartigkeit zu zeigen. Bewegt hat er allenfalls mal leicht seinen Kopf, um zu kontrollieren, was um ihn herum passiert. Anschließend wurde er zum Tierarzt gefahren - auch dort hat er nicht gebissen und alles über sich ergehen lassen.
Wir hoffen nun, dass es irgendwo eine Familie für Luke gibt, die sich zutraut, mit viel Geduld, Ruhe und Liebe diesen armen Schatz aus seinem Trauma zu führen. Sein Leben auf Mallorca wird sich nicht ändern und dort wird er niemals Vertrauen zu den Menschen bekommen, da er den Zwinger nicht verlassen kann. Was Luke jetzt dringend benötigt, ist ein Platz in Deutschland, wo man ihn langsam an alles gewöhnt und ihm zeigt, dass es auch liebe Menschen gibt, deren Hände ausschließlich streicheln und füttern. Ein Garten wäre für Luke wichtig, da er anfangs mit Sicherheit keine Spaziergänge auf der Straße machen kann. Wer möchte Luke eine Chance geben und ihm ein Zuhause für immer oder auch vorerst einen Pflegeplatz bieten?___________________
Luke konnte im Mai auf das obere Grundstück ziehen - hier lebt er nun auf der Terrasse, um wenigstens regelmäßigen Sichtkontakt mit Heidi zu bekommen, die ihn täglich mehrmals dort besucht. Aber auch hier hat sich sein Verhalten nicht großartig geändert. Er lässt sich mittlerweile von Heidi streicheln, hat aber weiterhin seine ängstlichen Augen dabei weit aufgerissen...
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Update 04.01.09:
Ein kleines Wunder ist geschehen. Obwohl sich Lukes Angst gegenüber Menschen nicht verändert hat, lebt er jetzt frei auf dem Grundstück im Rudel. Als Hundedame Dinga bei Heidi einzog, lebte sie zuerst wegen ihrer Ängstlichkeit bei Luke auf der Terrasse. Der kleine Kerl hat sich so in Dinga verliebt, dass er nun zusammen mit ihr frei herumlaufen kann. Er folgt ihr überall hin und orientiert sich sehr an Dinga. Aber Luke nutzt durchaus auch von sich aus die Körbchen im Haus und auch wenn er dort vorbei laufende Hunde und Menschen aus Angst angrummelt, sind wir zuversichtlich, dass er nun mit Dingas Hilfe große Fortschritte machen kann.

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Update Mai 2009:
Während unseres Besuchs auf Mallorca Anfang Mai trauten wir unseren Augen kaum. Als wir am unteren Gelände waren, in der Nähe der Wiese, wo sich Luke und Dinga immer aufhalten, stand unser ungleiches "Liebespaar" plötzlich ganz nah bei uns. 2 Meter von uns entfernt wedelte Luke vor Freude mit seiner Rute im Kreis und setzte sich dann völlig entspannt hin, um uns zu beobachten. Anschließend ging sogar direkt zwischen uns hindurch zurück auf seine Wiese. Anfassen lässt er sich bisher noch nicht so einfach, aber es war offensichtlich, dass er einen riesigen Fortschritt gemacht hat, um seine Angst vor Menschen zu verlieren! In dieser Situation konnten wir auch einige schöne Fotos aus der direkten Nähe aufnehmen:
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Bericht von Helferin Mariska im November 2009:
Luke ist total witzig geworden. Wenn ich mit Würstchen oder Nassfutter auf die Terrasse komme, macht er einen albernen Tanz und wedelt mit dem ganzen Körper. Die Würstchen frisst er dann auch neben mir stehend aus der Hand oder, wenn ich das Stück aufs Knie lege, nimmt er es sich weg. Er lässt sich dann auch schon vorsichtig ein wenig anfassen ohne wegzulaufen. JUHU!!!!! Ich darf ihn dann schon mal kurz am Kinn kraulen, nur das richtige Streicheln ist ihm noch unheimlich.

September 2011: Luke konnte endlich seine große Reise antreten und nach Deutschland fliegen! Er wartet nun in seiner Pflegestelle in Chemnitz auf eine eigene Familie. Ein Pflegestellenbericht folgt, sobald Luke sich dort eingelebt hat.
Pflegestellenbericht im Oktober:
Luke hat von Anfang an Futter von meiner Hand
genommen, hat sich von mir ohne Knurren anfassen lassen und ich konnte ihn sogar
hoch heben!
Die erste Woche wollte er seine Box so gut wie nicht verlassen, für den Anfang
ließ ich ihm diese auch, schließlich hatte er genügend "um die Ohren". Nach der
ersten Woche nahm ich ihn die Box weg und dann ging er auch gleich brav in sein
Körbchen.
Luke ist so eine süße Maus! Wenn ich nach der
Leine greife, rennt er immer schon los. Er lässt sich mittlerweile problemlos
das Geschirr anlegen. Im Garten läuft er wirklich schon gut. Wenn ich das Tor
öffne hat er Angst, aber ich ignoriere das und dann geht er auch mit. Heute sind
wir bis über die Straße gekommen!
Ich muss sagen, dass er trotz seiner Angst recht träge ist, selbst wenn kurze
Panik aufkommt. Wenn ich es ignoriere, wird er auch gleich wieder ruhig.
Leckerlies werden tapfer vor den Anderen verteidigt, ebenso wie sein heiß
geliebtes Spielschwein :-)
Ab und zu genießt er auch das Ohrenkraulen.
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Pflegestellenbericht im November:
Welche Freude es ist, einen Angsthund bei sich
aufzunehmen, wird dann deutlich, wenn der Hund seine Scheu ablegt und die ersten
Schritte auf dich zu geht. Luke ist so ein Hund.
Jedes Mal, wenn ich einen neuen Angsthund bei mit aufnehme, ist es nicht nur
eine neue Herausforderung, sondern auch ein kleines Wunder.
Jeder von Ihnen ist einzigartig und brauch "sein persönliches Training".
Luke brauchte zwei Dinge:
1. Essen
2. Quietsche-Tiere!
Mittlerweile geht er zusammen mit meinen Hunden in den Garten, an den Mädels
schnuppert er auch und rennt auch mal mit Ihnen mit :) Selbst füttern klappt nun
zusammen und wenn es darum geht, ist er auch IMMER vorne mit dabei! Luke lässt
sich dabei nicht von den Anderen "unterbuttern" und wenn er meint, es gibt
gleich was und ich "für seinen Geschmack zu lange brauche", wird aufgeregt
rumgesprungen und auch mal ein kleiner Beller gelassen :) Diesen Angsthund mit
so viel Lebensfreude zu sehen ist UNGLAUBLICH!
Wenn im Garten gespielt wird, schaut er auch immer aufgeregt zu und wenn meine
kleine Hündinn mit ihrem Quietsch-Spielzeug rum rennt, kommt er immer gaaaaaaanz
nah und wartet auf seine Gelegenheit, sich das Spielzeug zu schnappen!
Greife ich nach der Leine, rennt er immer schon los, ich also hinterher, er
dreht um und dann wird im Körbchen angeleint. Spazieren geht er mit mir gerne,
Geräusche ect. erträgt er sehr gut, keine Probleme mit Luke.
Zwischen spazieren, füttern und im Garten sein gibt es für Luke nur eine
Zeit:-seine Körbchenzeit! Denn das ist der Ort, an den er sich immer wieder
zurück zieht. (Man merkt ihn drinnen kaum.)
"Lukieeee" - wie ich ihn rufe - ist ein sehr sehr, sehr angenehmer Hund und bis
auf die Eingewöhnungszeit, die man bei ihm investieren muss, ist er toll.
Glauben Sie mir, die Zeit, die sie investieren, wird belohnt, denn sie werden
Stück für Stück die Erfolge sehen und wachsen somit noch enger zusammen.
Geben Sie Luke die Chance, Sie zu beeindrucken.
Wir zwei warten solange auf Sie und trainieren fleißig weiter!
Wenn Sie Luke helfen möchten, ein
Zuhause zu finden, können Sie hier seinen Steckbrief herunterladen und
diesen verteilen:
Steckbrief
Weitere Informationen zum Vermittlungsablauf.
Mehr Info bei:
claudia@herztier.com
oder telefonisch bei Claudia Szabo: 02684-956996