Der Verein
Natürlich hat alles viel früher angefangen… Bevor wir uns alle kannten, unterstützten einige von unseren heutigen Vereinsmitgliedern unabhängig - soweit es unsere Möglichkeiten zuließen - das Projekt Herztier in Antalya.
Was in kleinem Rahmen begann - anfangs komplett aus privaten Mitteln und Einsatz der damaligen Tierheimleitung Marion Aslan und ihrem Mann selbst - wurde langsam größer. Es fanden sich ehrenamtliche Helfer/innen aus Deutschland, die ihre Unterstützung zusagten und einige blieben für immer. Das Team wuchs stetig und heute können wir mit Freude über engagierte Helfer/innen in vielen Bereichen von ganz Deutschland berichten.
Anfangs fanden Hunde und Katzen einen Unterschlupf im und am Haus von Marion, doch der Platz war sehr begrenzt und immer mehr Tiere waren auf ihre Hilfe angewiesen. Anrufe und Emails von Urlaubern häuften sich, immer wieder baten sie darum, die Tiere am Urlaubsort zu retten. Es war eine schwere Zeit…
Im Dezember 2004 traf uns alle die schreckliche Nachricht über die Ermordung der Tierschützerin Meryem Altun im Hinterland von Antalya. Sie war als Mutter der Straßentiere bekannt, welche sie in ihrem kleinen Tierheim im Ortsteil Yeniköy liebevoll versorgte. Nach ihrem Tod stellte sich die Frage, was nun mit den verbliebenen Schützlingen im Tierheim geschehen sollte. Die Tierhilfe Antalya setzte sich für die Erhaltung dieses Tierheimes ein und so konnte Marion im Mai 2005 nach Yeniköy umziehen, um dort ihre Arbeit weiterzuführen.
Das Projekt in der Türkei musste leider im April 2007 eingestellt werden. Die Gründe hierfür waren verschieden, lagen aber hauptsächlich an der Organisation, die nicht mehr reibungslos lief, seit die Leiterin des Tierheims zurück nach Deutschland gezogen ist.
Am 25. Juni 2005 wurde unser Verein offiziell gegründet. Insgesamt acht Gründungsmitglieder setzten am Abend nach erfolgreich verlaufener Versammlung ihre Namen unter das Gründungsprotokoll des Vereins "Herztier". Nun gibt es einen festen Stamm von engagierten Helferinnen in Deutschland, wir sind froh, dass wir uns gefunden haben und uns mit vereinten Kräften für die Tiere einsetzen können. Mit Bescheid des Finanzamtes Moers vom 22.11.2011 dient der Verein Herztier e.V. ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff. AO und gehört zu den in § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG bezeichneten Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen - somit können wir Spendenbescheinigungen ausstellen.
Seit November 2005 unterstützen wir als Hauptprojekt "Herztier Mallorca" ein privates Tierschützer-Paar auf Mallorca. Heidi und Thomas nehmen auf ihrer Finca aus der Perrera und von der Straße gerettete Hunde auf und kümmern sich aufopfernd um sie. Die Hunde erhalten dort die notwenige medizinische Versorgung, viel Liebe und Zuneigung, bis sie ihre Reise nach Deutschland antreten können. Wir übernehmen die kompletten Kosten für diese private Auffangstation (Tierarzt, Futter, Benzingeld etc.)
Nicht mehr wegzudenken ist die Zusammenarbeit mit dem mallorquinischen Verein TSV Capdepera, welcher sich neben der Aufnahme von Abgabetieren und die Kastration von Katzen-Kolonien auch um Anzeigen bei schlechter Tierhaltung und politische Angelegenheiten kümmert. Außerdem unterstützen wir auf Mallorca noch Vanesa Fernández mit ihrem mallorquinischen Tierschutzverein Asociación Patitas Mallorca. Wir freuen uns über die sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts "Herztier-Mallorca".
Im Juli 2008 bekamen wir großartige Unterstützung von Anja und ihrem Mann José-Luis. Anja und ihr Mann boten uns ihre Unterstützung in Form einer eigenen Welpenstation an - wir konnten es kaum glauben und nahmen das Angebot dankend an. In Zukunft müssen wir uns keine Sorgen mehr um die Unterbringung unserer kleinsten Schützlinge machen - sie finden ein vorübergehendes Zuhause in unserer Welpenstation und werden liebevoll von Anja und José-Luis versorgt, bis sie ihre große Reise nach Deutschland antreten können.
Unsere Vereinsarbeit beschränkt sich nicht nur auf Tiere aus südlichen Ländern. Wir haben uns vorgenommen, auch vor anderen Hilferufen nicht die Augen zu verschließen. Tierschutz kennt keine Grenzen - nach diesem Motto möchten wir arbeiten.
Unsere Auffangstationen sind zu jeder Zeit voll bis unters Dach, es gibt jede Menge zu tun und wir sind weiterhin auf die Hilfe und Unterstützung von tierlieben Menschen und auf Geld- und Sachspenden angewiesen. Das Elend der Tiere wird nicht kleiner und wir werden weiter für sie kämpfen…