Projekt "Herztier-Antalya" eingestellt!
Leider musste Marion zurück nach Deutschland ziehen. Ihre Mutter ist schwer krank und pflegebedürftig, daher kümmert sich Marion nun persönlich um sie. Es kam für Marion nicht in Frage, ihre Mutter in ein Pflegeheim zu schicken. Dieser Schritt ist Marion sehr schwer gefallen und sie vermisst ihr Tierheim und ihre Hunde und Katzen sehr! Zwei ihrer eigenen Katzen ebenfalls nach Deutschland reisen und leben nun bei Marion in Bayern. Süley und unsere Helferin Ayse kümmerten sich bis zur Einstellung des Projektes um die Versorgung der Tiere.
Leider ist es uns aus verschiedenen organisatorischen Gründen nicht mehr möglich, das Projekt "Herztier-Antalya" aufrecht zu erhalten. Wir bedauern diesen Schritt sehr, denn uns lagen die türkischen Tiere immer sehr am Herzen - mit ihnen hat alles angefangen!
Wir bitten alle Spender, kein Geld mehr auf unser Vereinskonto zu überweisen, welches ausschließlich für die Türkei bestimmt ist. Ebenfalls werden wir ab sofort keine Patenschaftsgelder für die türkischen Tiere abbuchen, da eine Weiterleitung dieser Gelder nicht mehr stattfinden wird. Wir weisen jedoch darauf hin, dass für die im Tierheim verbliebenen Tiere weiterhin versorgt werden und ggf. bei anderen Tierschützern untergebracht werden.
Marion wird in Bayern weiterhin für unseren Verein tätig sein. Als Pflegestelle wird sie sich um Hunde und deren Vermittlung kümmern. Wir sind dankbar, dass unsere Marion auch in Deutschland an unserer Seite für die Tiere kämpfen wird.
Projekt "Herztier-Antalya"
Das kleine Tierheim in Antalya, Ortsteil Yeniköy, befindet sich abgelegen vom Tourismus und bewohnter Ortschaften am Rande der Berge. Hier kümmern sich das Ehepaar Marion und Süleyman Aslan mit großem Einsatz um unsere Schützlinge.
Ca. 60 Hunde und viele Katzen finden hier einen vorübergehenden Lebensraum, werden gepflegt, medizinisch versorgt, geimpft, kastriert und erhalten regelmäßige Mahlzeiten. Die meisten von ihnen wurden auf der Straße geboren, wo sie um ihr Überleben kämpfen mussten - immer auf der Hut vor vielen Gefahren. Manche von ihnen suchen Hotelstrände oder Touristenorte auf, weil sie gelernt haben, dass viele Urlauber sie füttern oder tränken und für eine kurze Zeit sogar eine streichelnde Hand schenken. Andere sind ängstlich und fristen ihr oft kurzes Leben in einem Versteck, trauen sich nur im Schutz der Dunkelheit auf die Straße, in der Hoffnung, vielleicht etwas Essbares in einem Müllcontainer zu finden…
Das Elend der Straßentiere ist oft groß und es gibt viele grausame und traurige Geschichten zu erzählen. Die Hunde und Katzen haben in der Türkei keinen Stellenwert, werden in der Regel als lästig empfunden und nicht selten auf quälerische Art und Weise „entsorgt“. Autofahrer bremsen in der Regel nicht für ein Tier, das über die Straße läuft. Angefahrene Tiere werden achtlos am Straßenrand liegen gelassen und sterben einen qual- und schmerzvollen Tod. Kastrationen sind unpopulär, daher vermehren sich die Straßentiere unkontrolliert. Welpen können oft nicht von ihren geschwächten Müttern ernährt werden, Wasser ist in der Sommerzeit kaum zu finden und viele Tiere sind unterernährt und verenden jämmerlich.
Manche Tiere haben Glück und finden einen Platz in unserem Tierheim. Die meisten von ihnen erhalten die Chance auf eine Familie in Deutschland - zum ersten Mal in ihrem Leben ein festes Zuhause mit lieben Menschen, denen sie ihre Dankbarkeit zeigen können.
Marion mit Bicirik:
